«Warum brauchen wir Gendermedizin?» | Prof. Dr. med. Carolin Lerchenmüller & Prof. Dr. Flurin Condrau
Shownotes
Gendermedizin – kaum jemand auf der Strasse kennt den Begriff. Und wer ihn kennt, denkt oft an gesellschaftliche Debatten ums Gendern. Dabei geht es um etwas ganz anderes: um bessere Medizin für alle.
Denn Herzinfarkte, Depressionen, Osteoporose – sie äussern sich bei Frauen und Männern oft grundlegend anders. Wer das nicht weiss, diagnostiziert zu spät, behandelt falsch. Das kann Leben kosten.
In dieser ersten Folge erklärt Carolin Lerchenmüller, Kardiologin und Inhaberin des ersten Schweizer Lehrstuhls für Gendermedizin an der Universität Zürich, was der Begriff wirklich bedeutet – und warum er so oft missverstanden wird. Flurin Condrau, Professor für Medizingeschichte an der Universität Zürich, zeigt, wie es dazu kam, dass der männliche Körper zur medizinischen Norm wurde: eine Entwicklung, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht und bis heute nachwirkt.
Ein Gespräch über hartnäckige Wissenslücken, historische Weichenstellungen – und darüber, warum mehr Gendermedizin nicht nur Frauen, sondern generell allen Menschen nützt.
Take Home Messages:
- Gendermedizin hat nichts mit Gendern zu tun, es geht um bessere Medizin für alle.
- Informiere dich und geh wenn möglich nie allein zum Arzt. Zu zweit stellt man bessere Fragen – und wird ernster genommen.
- Wähle eine Fachperson, der du vertraust und die sich Zeit nimmt. Du kennst deinen Körper am besten. Stelle ihr alle Fragen, die du hast.
Habt ihr Fragen, die ihr Bigna Silberschmidt mitgeben wollt oder eine spannende Anekdote zu erzählen? Schreibt ihr auf Instagram oder schickt uns ein Mail. kontakt@uebergendermedizin.ch
Dieser Wissenspodcast ist nur möglich dank der wertvollen Zusammenarbeit mit der Philas Foundation. Die Stiftung setzt sich ein für eine geschlechtssensible Medizin. www.philas-foundation.ch
Moderation und Redaktion: Bigna Silberschmidt Eine Produktion von FatzerImbach AG www.fatzerimbach.ch
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